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Die Bewegungsapotheke: wie löse ich Verhärtungen und Verspannungen?

Bei Rückenschmerzen, Schmerzen rund um das Becken, Verspannungen auf der Schulter, etc.sind Noppenbälle, Tennisbälle, Blackroll Bälle oder Duobälle echte Helfer! Ich bevorzuge sie in vielen Fällen sogar gegenüber der Faszienrolle weil die Bälle viel genauer die schmerzhaften Verklebungen des Gewebes treffen. Auch wenn es sich erst einmal sehr schmerzhaft anfühlt, solltest Du Dich überwinden und Dich mit der schmerzhaften Stelle auf den Ball legen und sehr langsam immer mehr Gewicht in den Ball abgeben und mindestens 30 Sekunden immer tiefer in die schmerzhafte Stelle sinken, wie gesagt auch wenn es sehr weh tut. Es ist gar nicht nötig sich viel zu bewegen und schon gar nicht schnell rollen, es geht darum Verhärtungen zu lösen oder "schmelzen" und das Gewebe, die Faszie langsam "auszuwringen", so dass sich die Flüssigkeiten im Gewebe erneuern können und eventuelle Entzündunsstoffe abtransportiert werden. Der Lymphfluss und die Durchblutung werden angeregt und damit die Regeneration.

DIe richtige Technik für das Anwenden von Bällen und Faszienrollen zum Lösen von Verhärtungen und Triggerpunkten ist also das laaaaaangsame Einsinken in die schmerzhaften Bereiche und nur in Zeitlupe auf den nächsten Bereich weiterbewegen oder Rollen und nur in eine Richtung rollen, nicht hin und her. Wir fegen Dreck ja auch nicht von rechts nach links, sondern in eine Richtung um ihn dann zu entsorgen.

Typische Verspannungen:

Piriformis und Gluteus maximus, am hinteren Becken: auf den Ball setzen, schmerzhafte Punkte finden und wie oben beschrieben lösen, weiteren Punkt suchen, bis sich alles wieder frei anfühlt.

Seitliches Becken: gluteus medius und weiter vorn zum Hüftknochen hin: Tensor Fasciae Latae,dort finden sich sehr oft empfindliche Punkte und das Lösen dieser Verhärtungen ist eine Wohltat für die Hüfte.

Seitlicher Oberschenkel: nicht direkt auf dem Iliotibialisband rollen, sondern etwas davor Richtung vorderer Oberschenkelmuskel.

Die Vorderseite des Oberschenkels und die Leistengegend lassen sich gut auf einer Faszienrolle oder Teigrolle bearbeiten.

Die Fußsohle: das langsame Rollen mit mehr und mehr Gewicht auf dem Ball tut nicht nur der Faszie gut, sondern wirkt sich auf den ganzen Körper aus.

Die Schultern: In Rückenlage die Bälle unter die Schultern, direkt über dem Schulterblatt oder weiter hoch zur Schulter legen. Für die Oberseite der Schultern die Füße in Rückenlage aufstellen das Becken heben und vor und zurück bewegen.
Je einen Ball in eine Socke stecken und über die Schulter legen, die Socken jeweils in einer Hand halten, an eine Wand stellen, so dass die Bälle die Schultern, die Schulterblattregion massieren.
 

Die Rückenmuskeln: 2 Bälle in eine Socke stecken, die Socke zu knoten und die Bälle an einer Wand stehend (Füße ca. 40 cm von der Wand weg) rechts und links der Wirbelsäule platzieren, die Knie beugen und strecken, langsam rollen!

Entdecke welche Körperbereiche Deine Hilfe und Aufmerksamkeit brauchen und finde weitere Möglichkeiten Dir selbst zu helfen! Ich freue mich, wenn Du Deine Erfahrungen hier teilst!

 

 

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